China kann auf einen Diskurs über Kultur und Entwicklung zurückblicken, der vor mehr als 100 Jahren begann und sich seither zwischen zwei Extrempositionen bewegt: totale Verwestlichung und Revitalisierung des „Konfuzianismus“ zum Zwecke der Rekonstruktion einer altemativen Modeme. Das Hauptproblem des Diskurses so das Argument liegt darin, daß seit seiner Wiederbelebung in den 80er Jahren die Nennung politischer und struktureller Faktoren als Gründe für ausbleibende Entwicklung sehr problematisch ist, sodaß vor allem die traditionelle Kultur verantwortlich gemacht wird. Ein zweites Problem liegt darin, daß der Diskurs ausschließlich zwischen der intellektuellen und der politischen Elite geführt wurde, ohne Einbeziehung der ökonomischen Elite. Dies so der Eindruck könnte sich seit 1989 geändert haben.